Generalsanierung des Robert-Schuman-Gymnasiums in Cham

Bauzeit: Mai 2024 - Juni 2025

Dohnenaufnahme des entkernten Robert-Schuman-Gymnasiums mit Baufahrzeugen und Baukran
Portrait Markus Heigl, Bereichsleiter Infrastruktur Regional / Hochbau, Josef Rädlinger Bauunternehmen GmbH
Markus Heigl

Bereichsleiter Infrastruktur Regional / Hochbau

3.500

Tonnen Beton- und Mauerwerksabbruch

1.100

Meter Entwässerungsleitungen

1.700

Meter Mikropfähle

2.600

Quadratmeter Mauerwerkeinbau

1.200

Kubikmeter Beton

125

Tonnen Bewehrungsstahl

Ab dem Schuljahr 2026/27 soll das RSG Cham den Titel „Modernste Schule Bayerns“ tragen.

Das Robert-Schuman-Gymnasium ist seit seiner Eröffnung im Jahr 1968 ein fester Bestandteil der Bildungslandschaft in Cham und durchläuft derzeit einen umfassenden Sanierungs- und Erweiterungsprozess. Im Zuge dessen wird das Gebäude um ein sechstes Geschoss aufgestockt. Dieses entsteht in nachhaltiger Holzbauweise. Mit dem Ziel, ab dem Schuljahr 2026/27 die „Modernste Schule Bayerns“ zu sein, setzen die Sanierungsmaßnahmen neue Maßstäbe in der Schularchitektur.

Die Maßnahmen erfordern weitreichende Abbrucharbeiten, darunter die Entfernung von Stahlbetontreppen, Decken, einem Kamin, einem Aufzug sowie der Fassade und des Daches. Insgesamt werden etwa 3.500 Tonnen Beton und Mauerwerk abgetragen, wobei auch Höchstdruckwasserstrahler zum Einsatz kommen. Zusätzlich werden circa 550 Meter Entwässerungsleitungen außerhalb und 530 Meter unter den bestehenden Bodenplatten im Gebäude erneuert. Für die Kanalarbeiten sind Spülbohrungen und Rohrdurchpressungen erforderlich.

Industrie-Hydraulikhammer mit Bagger bei den Abbrucharbeiten der Stahlbetonkonstruktion im Gebäude
Baustützen halten die tragenden Elemente im entkernten Gebäude des Gymnasiums
Die fertige Betontreppe des Gymnasiums
Das Treppenteil aus Beton wird mittels Kran in das Atrium eingehoben
Entkernter Flurbereich in einem der oberen Stockwerke des Gymnasiums
Außenansicht mit den verschiedenen Ebenen, die saniert werden

Im Gebäude entstehen ein Aufzugschacht und ein neues Treppenhaus über alle sechs Geschosse. Im Innenhof werden mehrere Spannbetondecken eingezogen, und eine 15 auf 8 Meter große Tribünenanlage aus Stahlbetonfertigteilen installiert. Zudem werden 1.700 Meter Mikropfähle zur Nachgründung der Bestandsfundamente eingebaut. Insgesamt sind bis zu 25 Mitarbeitende des JR Hochbau-Teams auf der Baustelle im Einsatz.

„Die Schwierigkeit bei einer Sanierungsmaßnahme liegt darin, dass die Arbeitsschritte nicht lange im Voraus geplant werden können. Auf die vorgefundenen Gegebenheiten müssen wir schnellstmöglich reagieren und kurzfristig Lösungen erarbeiten. Doch zusammen mit dem Baustellenteam vor Ort und der technischen Abteilung im Büro wird auch diese Herausforderung gemeistert.“

Michael Stangl, Bauleiter Hochbau

Eine besondere Herausforderung ist der Abbruch der tragenden Stahlbetonstützen in der Aula. Hierfür wird durch das JR Hochbau-Team eine 20 Meter hohe Abfangkonstruktion aus Schwerlaststützen und Stahlträgern geplant und eingebaut. Diese Konstruktion, die über fünf Geschosse und den gesamten Innenhof reicht, sorgt für die notwendige Tragfähigkeit des Gebäudes während der Arbeiten. Sie wird mittels hydraulischer Pressen angehoben und sicher mit der bestehenden Tragstruktur verbunden.

Die abgebrochenen Betonstützen werden anschließend im darüberliegenden Geschoss durch Stahlbetonüberzüge ersetzt. Durch die energetische Sanierung des Gebäudes bleiben dessen Strukturen erhalten, was den Flächenverbrauch im Vergleich zu einem Neubau minimiert.

Außenansicht der Front des entkernten Gymnasiums

Mit den umfassenden Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen wird das Robert-Schuman-Gymnasium zu einem modernen Bildungsort, der den hohen Anforderungen der heutigen und zukünftigen Generationen gerecht wird. Die Arbeiten durch das JR Hochbau-Team werden bis Sommer 2025 abgeschlossen sein.

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